Der Buddhismus gilt in der üblichen Wahrnehmung als eine der großen Weltreligionen, obwohl viele Buddhisten ihn gar nicht als Religion ansehen. Ähnlich wie der Hinduismus wird er, besonders im Westen, als friedliche, undogmatische, meditative, auf das Individuum bezogene Religion gesehen und oft, auch von Insidern, v.a. als ethische Lehre dargestellt.

Ausgehend von solchen modernen Fremd- und Selbstbildern erschließen wir uns im Seminar grundlegende historische Züge und gegenwärtige Ausprägungen des Buddhismus in Asien und in Europa. Dabei betrachten wir sowohl Lehren und historische Entwicklungen, wie auch die soziale Struktur als Mönchs-/Nonnen- und Laienreligion und die individuelle Praxis. Anhand von Selbstdarstellungen v.a. im Internet untersuchen wir auch unterschiedliche buddhistische Gruppierungen in Europa sowie öffentliche Debatten über Buddhismus.

Als grundlegendes religionswissenschaftliches Werk orientieren wir uns an: Oliver Freiberger, Christoph Kleine: Buddhismus. Handbuch und kritische Einführung, Göttingen 2015.

Bis zum Ende des Versammlungsverbots wg. Corona werden wir das Seminar rein virtuell durchführen. Bitte melden Sie sich bei Campus-Online und in der E-Learning-Plattform für das Seminar an. Dort geben wir die Details bekannt.

Literatur zur Einführung:
Manfred Hutter: Buddhismus, in: ders.: Die Weltreligionen, München 2005, 18-35.
Oliver Freiberger, Christoph Kleine: Neun beliebte Vorurteile und populäre Irrtümer über den Buddhismus, in: dies.: Handbuch und kritische Einführung, Göttingen 2015, 461-482.