Im Seminar steht die Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten rassismus- und diskriminierungskritischer pädagogischer Praxis und Theorie im Mittelpunkt.

Rassismus durchdringt und bedingt unsere Gesellschaft in vielfältigen Erscheinungsformen – in GeschichteNee, Dingen, der Ordnung von Räumen, der Gestaltung von Bildungskontexten und der Hervorbringung von Subjekten drückt er sich aus oder wird unwahrnehmbar gemacht. (Pädagogische) Wissens- und Praxisformen sind historisch und geographisch in diese Strukturen eingebunden, sie bewegen sich nicht in einem luftleeren Raum.

Was heißt es also, in einer von Ungleichheit geprägten Gesellschaft, kritisch-pädagogisch zu handeln?

Ein Ziel des Seminars ist die Erarbeitung eines kritischen Rassismusverständnis, welches Rassismus und seine Verwobenheit mit anderen gewaltvollen Ungleichheitsstrukturen zusammendenkt und es auf seine Bedeutung im schulischen Kontext befragt.

Vorbesprechung, Kommunikation (auch über Teilnahmeleistung) und Materialbereitstellung erfolgen über elearning.


Prozesse wie die Globalisierung und die Emergenz der Weltgesellschaft bringen tiefgreifende Veränderung in den Lebenszusammenhängen der Menschen mit sich, die auch Bildung, Bildungsprozesse und die Institutionen der Bildung fundamental betreffen. Bildungskonzepte wie Bildungspraktiken bleiben grundsätzlich nie stehen sondern müssen mit den gesellschaftlichen Veränderungen Schritt halten.
Entsprechend wird in der Vorlesung zunächst der grundlegende Zusammenhang von Bildung und Gesellschaft erläutert, und allgemeine Überlegungen zur Funktion von Bildung im gesellschaftlichen Wandel werden angestellt. Daran anschließend wird analysiert, welche aktuellen Entwicklungen sich beobachten lassen und welche (neuen?) Bildungskonzepte und -praktiken emergieren. 
Die Klausur wird in der letzten Sitzung stattfinden.

Das Ziel des Seminars liegt zunächst darin, einen Überblick über Erziehungs- und Bildungstheorien zu erwerben und beispielsweise die Begriffe Erziehung, Sozialisation und Bildung voneinander unterscheiden zu können. Zentraler Bezugspunkt ist hierbei das professionelle pädagogische Handeln im Schulkontext. Das Seminar bietet darüber hinaus Gelegenheit, gegenwärtige Herausforderungen wie etwa Globalisierung und Neu-Nationalisierung, Ökonomisierung und Digitalisierung sowie Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zu diskutieren. Abschließend untersuchen wir mithilfe der Perspektive der erziehungswissenschaftlichen Zukunftsforschung (utopische) Zukunftsvorstellungen von Erziehung, Bildung und Schule anhand von Studien und Kommissionsberichten.





Wie kann ich mir (kulturelle) Vielfalt zum Vorteil machen? Wie gehe ich mit Differenzen um? Vor welche Herausforderungen im Umgang mit Heterogenität werden Lehrkräfte im Kontext Schule gestellt? Das Seminar untersucht die Bedeutung von Heterogenität in Lehr-Lernprozessen im Kontext Schule. Es soll Gelegenheit bieten, die eigene pädagogische Praxis bzw. eigene Bildungserfahrungen in Schule/Ausbildung etc. zu reflektieren. Die Seminarteilnehmenden erhalten Anregungen für pädagogisches professionelles Handeln im produktiven Umgang mit Heterogenität. Dabei sollen auch Möglichkeiten und Grenzen beleuchtet werden. Der Schwerpunkt des Seminars liegt darin, den Umgang mit Heterogenität nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern und Kontexten zu untersuchen. Dazu werden gemeinsam Kriterien des Vergleichs erarbeitet und exemplarische Fallstudien diskutiert. Besondere Beachtung sollen die Aspekte Kultur, Geschlecht und Klasse (soziale Herkunft) finden.

Wissen ist eine Grundkategorie der Erziehungswissenschaft, und unsere Gesellschaft als solche beschreibt sich selbst gerne als Wissensgesellschaft. Aber was ist eigentlich Wissen, und wie wird es hergestellt? Wer oder was legitimiert es? Und wann ist etwas Nichtwissen? 
Im Seminar werden Definitionen von Wissen analysiert und unterschiedliche Perspektiven auf Prozesse der kulturspezifischen Herstellungspraxen eingenommen. Dabei werden Differenzen von Wissenskulturen und Wissensaneignungen erörtert. Beobachtet man Wissenskulturen, stellt sich dann auch die Frage nach Universalität von Wissen – kann es sie geben, oder wo wären ihre Grenzen? Und was folgt aus all dem für die Erziehungswissenschaften?

Bildung für alle! (z.B. im Slogan des Programms der UNESCO education for all) Das ist seit Jahren eine allgemein legitimierte und unhinterfragte, scheinbare selbstverständliche Forderung, die global durchgesetzt werden soll. Aber was ist überhaupt diese Bildung, und ist sie wirklich für alle? Kann es eine Bildung für alle überhaupt geben, und wäre das sinnvoll?
Wir analysieren im Seminar die Bildungskonzeptionen, die diesen Annahmen zugrunde liegen, um von hier Überlegungen über Universalien und kulturellen Spezifikationen von Bildung anzustellen. Dazu wird es auch nötig, danach zu fragen: wer will alle bilden, für was, und warum? Schließlich werden alternative Bildungskonzeptionen in den Blick genommen.

Lernen und Bildung wird oft sehr losgelöst und eher kognitivistisch betrachtet, dabei findet auch lernen und Bildung ganz konkret in Räumen statt. Aber was ist eigentlich Raum, und wie kann man ihn in erziehungswissenschaftliche Überlegungen einbeziehen? In den Sozialwissenschaften findet der Raum zunehmend Beachtung, nachdem er lange als Einflussgröße für soziale Phänomene eher vernachlässigt wurde. In diesem sogenannten ‚spatial turn‘ wird an Raumkonzepten gearbeitet, die bei der Betrachtung menschlichen Verhaltens wichtige Impulse liefern können. Dies ist auch für die Erziehungswissenschaft unmittelbar relevant, um den ‚Raum als dritten Pädagogen‘ (Malaguzzi) systematischer in den Blick zu nehmen. Im Seminar werden der Raum und Raumkonzepte besprochen und eigene Perspektiven auf unterschiedlichste (Bildungs)Räume selbst erarbeitet.