Ṭabarī (gest. 310/923), al-Zamakhsharī (gest. 538/1144) oder Fakhr al-Dīn al-Rāzī (gest. 606/1210) lesen. Andererseits werden wir uns mit der Herausbildung ab dem 19. Jahrhundert einer von der Auseinandersetzung mit der Moderne geprägten Koranexegese beschäftigen und ihre verschiedenen Ansätze betrachten.


Die Vorlesung bietet eine Einführung in Geschichte und Kultur des islamischen Westens (al-Maghrib). Beginnend mit der muslimischen Eroberung Nordafrikas, dem islamischen Spanien und den Berberreichen des Mittelalters verfolgen wir die Frage, wie im Laufe der Jahrhunderte der Islam in seinen vielfältigen Formen die Gesellschaften des heutigen Algerien, Marokko, Tunesien und Libyen geprägt hat. Besondere Beachtung finden hierbei die Beziehungen zwischen Maghreb und sub-saharischem Afrika, sowie die französische Kolonialherrschaft und ihre langfristigen Folgen.


Programm Ausbreitung und Formen des Islam in Afrika I.pdfProgramm Ausbreitung und Formen des Islam in Afrika I.pdf

Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über Entstehung und Entwicklung der islamischen
Religion sowie der darauf fußenden islamischen Zivilisation. Dementsprechend spannt sich der
Bogen zeitlich vom Auftreten des Propheten Muḥammad und der koranischen Offenbarung
im spätantiken Arabien des 7. Jahrhunderts über den klassischen Islam bis zum Ende der
Mittelperiode um etwa 1500. Für die Teilnahme sind keine Voraussetzungen erforderlich.
Anrechenbar im Rahmen des BA-Studiengangs „Kultur und Gesellschaft“ (Modul „Einführung
in die Frühgeschichte und Glaubenslehre des Islams“) und des BA Kombifachs „Arabische und
islamische Sprach- und Kulturstudien“ (AISK): Modul D sowie auch Studium Generale.
Darüber hinaus anrechenbar in weiteren angrenzenden Studiengängen. Informationen erteilen
die Modulverantwortlichen.

Soziale Stratifizierung bildet die Grundlage von sozialer Ungleichheit, ein gerade im afrikanischen Kontext brisantes und aktuelles Thema. An Beispielen von identitätsbildenden sozialen Aspekten wie Sprache (z.B. Arabisch oder Afrik. Sprachen), Abstammung (Zugehörigkeiten zu Ethnien oder lineages) oder sozialem Status (z.B. Sklavenstatus oder Sherifentum) werden wir uns auf der einen Seite mit den sozialwissenschaftlichen Grundlagen von Begriffen wie Identität, sozialer Stratifizierung und Religion auseinandersetzen und auf der anderen Seite konkrete Beispiele entlang des Niltales und der Swaheliküste in ihren konkreten historischen Kontexten beleuchten. Das komplexe Thema der sozialen Stratifizierung in vom Islam geprägten Gemeinschaften verlangt nach einem differenzierten Islambegriff, den wir uns erarbeiten werden, um somit die Diskrepanz zwischen religiös begründeten Gleichheitsutopien und den alltäglichen Lebenswirklichkeiten einordnen zu können.

Fließende Lesekenntnisse des Englischen und die Bereitschaft zur wöchentlichen Lektüre und Debatte sind unbedingte Voraussetzungen zur Anerkennung einer aktiven Teilnahme. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an: britta.frede@uni-bayreuth.de. Terminänderungswünsche können grundsätzlich in der ersten Sitzung besprochen werden.