Dieses Seminar bringt die Perspektiven aus Sonderpädagogik und Deutschdidaktik zum Thema Inklusion zusammen und möchte Ansätze für den Umgang mit Jugendliteratur im inklusiven Unterricht bieten. Die deutschdidaktische Forschung sieht gerade im Umgang mit avancierter Jugendliteratur Chancen für einen Unterricht der die Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler ermöglicht und dem Gegenstand Literatur sprachlich, ästhetisch und inhaltlich gerecht wird. Wir werden in unserem Seminar vom Deutschunterricht ausgehen, unseren Blick aber fächerübergreifend weiten und untersuchen, welche Möglichkeiten die Behandlung von Jugendliteratur etwa im inklusiven Geschichts- oder Biologieunterricht bietet. Es sind daher auch Lehramtsstudierende aus anderen Fächern willkommen, die bereit sind, sich mit Jugendliteratur zu beschäftigen.

Das besondere Erkenntnisinteresse der Grammatik einer Sprache liegt darauf, Gesetzmäßigkeiten, d. h. generell geltende Regeln, für die Grundstruktur und den Aufbau syntaktischer Einheiten herauszuarbeiten bzw. aufzudecken. Im schulischen Kontext ist daher auch von ‚Reflexion über Sprache‘ die Rede. Doch um Grammatik in der Schule souverän vermitteln zu können, muss die Lehrperson sowohl über eine fachliche als auch über eine didaktische Kompetenz verfügen. Dementsprechend erfolgt die Fokussierung im Seminar: Einerseits wird grundlegendes grammatisches Wissen um syntaktische Kategorien und Funktionen (z. B. Wortarten, Satzglieder usw.) und verschiedene systematische Analyseverfahren (wie das topologische Modell und die Valenztheorie) vermittelt. Andererseits soll darüber nachgedacht werden, wie eine zeitgemäße Grammatikvermittlung in der Schule erfolgen könnte. Zu diesem Zweck werden verschiedene didaktische Herangehensweisen und Möglichkeiten erarbeitet, miteinander verglichen, diskutiert und an Unterrichtsbeispielen konkretisiert.