Dieses Modul richtet sich an Studierende folgender Studiengänge:
MasterSc Molekulare Ökologie,
MasterSc Biodiversität und Ökologie,
MasterSc Geoökologie
MSc Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften

Die Veranstaltung „Geoökologie“ beleuchtet die geoökologischen Disziplinen in Bayreuth und ihre Verbindungen und führt so die den interdisziplinären Arbeitsansatz ein. Im Seminar wird anhand von beispielhaften Themen die Bandbreite der geoökologischen Fragestellungen und ihre interdisziplinären Beziehungen verdeutlicht und die Recherche und Präsentation wissenschaftlichen Informationen geübt.

Im Wintersemester 19/20 soll als Querschnittsthema der Begriff der "Nachhaltigkeit" aus der Perspektive der beteiligten Disziplinen beleuchtet werden.

In der Vorlesung Stereoselektive Organische Synthese werden exemplarisch wichtige Reaktionen und Methoden aus folgenden Gebieten behandelt: Stereoselektive Reaktionen zur Erzeugung von sp2- und sp3-Zentren; diastereofaciale Selektivität durch Chiralität von Substrat und Reagenz; Chiral Pool; Biokatalyse und weitere katalytische Verfahren.

In diesem Kursabschnitt werden speziell enantioselektive Synthesemethoden besprochen.


Wirtschaftsgeographien des Anthropozäns: Die Donut-Ökonomie in Theorie und Praxis

Natürliche Ressourcen und nicht-menschliche Organismen sind die Grundlage jedweder Form von Wirtschaft, da sie die materiellen und biologischen Grundlagen bereitstellen, die die Produktion von Gütern und Dienstleistungen zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse erlauben. Sowohl die gesellschaftliche Form dieser stofflich-biologischen Transformation als auch die Qualität der Bedürfnisse sind prinzipiell wandelbar, ein Umstand der im heutigen oft als alternativlos erscheinenden System des Kapitalismus aber oft weit weg erscheint. Die Ausbreitung eben jenes Systems hat über die letzten 300 Jahre zu massiven Natur- und Umweltveränderungen geführt. Dieser Einfluss ist so signifikant, dass Wissenschaftler*innen mittlerweile von einer neuen geologischen Epoche sprechen – dem „Anthropozän“ (Crutzen 2002). Das Anthropozän mit seinen vielfältigen ökologischen und sozialen Herausforderungen erfordert einen radikalen Bruch mit etablierten ökonomischen Denkweisen, Werthaltungen, Zielvorstellungen, Kennziffern, Repräsentationspraktiken, Organisationsformen, Beziehungen und Praktiken. In ihrem Beststeller „Die Donut-Ökonomie: Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört“ (2018) geht die britische Ökonomin Kate Raworth diesen Fragen nach und stellt ein mächtiges Werkzeug parat, um zu einer Ökonomie zu gelangen, die im Einklang mit den ökologischen Grenzen des Planeten ist, gleichzeitig aber die gerechte und breitenwirksame Befriedigung (potentiell wandelbarer) menschlicher Bedürfnisse sicherstellt. Im Seminar werden wir dieses Buch gemeinsam lesen und kritisch an einem Bestseller der Wirtschaftsgeographie – „Take Back the Economy: An Ethical Guide for Transforming Our Communities“ (J.K. Gibson-Graham, Jenny Cartoons, Stephen Healy, 2013) – spiegeln. In der dazugehörigen Übung werden wir ergebnisorientiert an praktischen Beispielen und im Dialog mit Praktiker*innen bestimmte Kernbereiche gesellschaftlicher Transformation bearbeiten.