Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehört das Schreiben und Präsentieren von Texten. Wie aber macht man das richtig? Wer sich schon einmal mit wissenschaftlichen Publikationen auseinandergesetzt oder entsprechende Vorträge besucht hat, weiß, dass sowohl Schreiben als auch Präsentieren besser oder schlechter ausfallen können. SuP soll dazu führen, dass es besser ausfällt. Dazu gibt es zwei Schwerpunkte:

  1. Schreiben: Hier geht es darum, das Verfassen von Texten einzuüben. Dabei werden verschiedene Entwicklungsschritte, Spielarten und Module von Texten thematisiert - Literatursichtung, Gliederung, Abstract, Einleitung, Essay, wissenschaftlicher Aufsatz, Zitieren, Literaturverzeichnis etc. 
  2. Präsentieren: Für die mündliche Präsentation einer wissenschaftlichen Idee oder eines wissenschaftlichen Textes reicht es nicht, einfach davon zu erzählen. Damit ein Vortrag gelingt, muss die Informationsvermittlung durch Folien, Handouts etc. gestützt werden. Auch mit diesen Techniken werden wir uns im Sommersemester vertraut machen.

Der beste Weg, Schreiben und Präsentieren zu lernen, besteht darin, zu schreiben und zu präsentieren. Deshalb besteht das Seminar zu einem erheblichen Anteil aus Präsentationen und deren Evaluation. Schriftstücke werden in Einzelgesprächen evaluiert. Daneben gibt es Übungen zu Foliengestaltung, „gutem Ausdruck", Zitieren und Literatur sowie Informationen zu EDV-Tricks. SuP wird unter der Anleitung von jeweils zwei TutorInnen in etwa fünfzehnköpfigen Gruppen gelehrt.

Was die Präsentationen betrifft, so werden von den Studierenden 2 Präsentationen zu liefern sein. Die erste Präsentation (P1) hat einen Schwerpunkt im Bereich „Darstellung". Es soll die Fähigkeit zur Aufbereitung und Darstellung komplexer Information geübt werden. Deshalb dienen hier als Grundlage Argumentationen aus Philosophie, Ökonomie oder dem Verzahnungsbereich. Präsentiert werden soll eine Kernthese mitsamt dem hinter ihr stehenden Argument. Es geht um Transparenz und Verstehbarkeit. Wer vorher nichts von der Sache gehört hat, soll hinterher halbwegs Bescheid wissen. Das reine Porträt eines Gegenstands reicht hier aber nicht aus - wichtig ist die Rekonstruktion des argumentativen Aufbaus. Einen Katalog möglicher Themen für die P1 finden Sie wie alle möglichen anderen Materialien demnächst hier im E-Learning. Die korrespondierenden Texte sollten ab Anfang April zum Herunterladen bzw. als Buch im Apparat vorzufinden sein. Jedes Thema wird pro Gruppe nur einmal vergeben. Die Themenvergabe wird auf der Basis von Listen, in die man sich für ein Thema eintragen kann, durch die TutorInnen geregelt (elektronisch oder als Papier-Aushang).

Der Schwerpunkt der zweiten Präsentation (P2) soll eher diskursiver Natur sein. Hier geht es also eher darum, eine Pro- und Contra-Diskussion nachzuzeichnen, Argumente zu gewichten und abzuwägen sowie am Schluss selbst Position zu beziehen bzw. zu nennen, was als stärkstes Argument zu gelten hat. Hier wird es ebenfalls einen Katalog von Themen geben, aus dem gewählt werden kann.

Was das Schreiben betrifft, so sind von den Studierenden 2 Schriftstücke abzuliefern. Ein Schriftstück I (S1; Abgabetermin: 29.05.) wird sich argumentativ mit einem vielleicht verstörenden Zitat bzw. Problem auseinanderzusetzen haben. Ein Schriftstück II (S2; Abgabetermin: 14.07.) in Form einer Miniatur-Hausarbeit soll eine kritische Darstellung und Diskussion eines bestimmten Themas liefern. S2 betrifft geeigneterweise das Thema der P2. Hier kommt es nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Form an (korrektes Zitieren, Bibliographieren etc.)

SuP beginnt mit einer Vorbesprechung am 24. 04. 2019 um 18.00 Uhr s.t. (H 23 (RW)) und ist ausschließlich für Studierende des P&E-Studienganges geöffnet. In der ersten Vorlesungswoche finden keine Gruppensitzungen statt (falls keine andere Abmachung mit den TutorInnen getroffen wird). Die Veranstaltung ist für alle Studierenden des zweiten Semesters gedacht.

Organisation: Es wird sechs SuP-Gruppen geben. Vier davon finden als Blockkurse statt, die anderen zwei tagen jeweils 2 x wöchentlich. Zwei Gruppen finden in englischer Sprache statt. Sobald Räume und Zeiten gefunden sind, finden Sie sie hier. Ebenfalls hier finden Sie auch den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Anmeldung für die Gruppen. Pro Gruppe sind vorerst 15 Teilnehmer zugelassen. Sobald eine Gruppe voll belegt ist, gebe ich das hier bekannt. Bitte melden Sie sich für eine und wirklich nur für eine Gruppe an - solange es noch einen Platz in der jeweiligen Gruppe gibt, wird der Ihnen bestätigt werden. Melden Sie sich erst dann in einer anderen Gruppe an, wenn Sie für die Gruppe Ihrer Wahl eine Absage erhalten haben!

Gruppen & Anmeldung:

+++ Gruppe belegt - bitte nicht mehr anmelden +++ Gruppe 1 / Nikolas Mattheis & Leon Schlüter

Blockkurs:

  • 30.04.19, 16-18 Uhr S 50 (RW II).
  • 17.05.19, 9-18 Uhr S 137 (NW III).
  • 18.05.19, 9-18 Uhr S 68 (RW I).
  • 19.05.19, 9-15 Uhr S 68 (RW I).
  • 21.06.19, 9-18 Uhr S 137 (NW III).
  • 22.06.19, 9-18 Uhr S 68 (RW I).
  • 23.06.19, 9-16 Uhr S 68 (RW I).

Anmeldung via mail an: sup2019@posteo.de

Anmeldung geschlossen

Gruppe 2 [English/High Commitment] / Erik Meinhart & Fabian Zapf

Blockkurs:

  • Einführung: 03.05. 13-17 Uhr (S 46 (RW))
  • 17.05.-19.05. (S 46 (RW))
  • 28.06.-30.06. (S 46 (RW))

Anmeldung via mail an: sup2019english@outlook.com

Anmeldung eröffnet: ja

Beherrschung der englischen Sprache wird vorausgesetzt, nicht eingeübt!

Besonderheit High Commitment: Angebot zusätzlicher Betreuungsmöglichkeiten bei Erwartung überdurchschnittlichen Engagements


+++ Gruppe belegt - bitte nicht mehr anmelden +++ Gruppe 3 [English] / Leon Assaad & Silvana Hultsch

Blockkurs:

  • 26.04. 12-14 Uhr (S 68 (RW))
  • 11.05. 10-12 Uhr (S 55 (RW))
  • 17.05. (S 130 (NW III))
  • 18.-19.05. (S 66 (RW))
  • 05.07.-07.07. (S 65 (RW))

Anmeldung via mail an: english.sup2019@gmail.com

Anmeldung geschlossen

Beherrschung der englischen Sprache wird vorausgesetzt, nicht eingeübt!


Gruppe 4 / Peter Kroschewski & Nora Teuma

Blockkurs: 02.05. 12.00-14.00 (S 55 (RW))
10.05.-12.05. (S 46 (RW)) und 28.06.-30.06. (S 55 (RW))

Anmeldung via mail an: sup19deutsch@gmail.com

Anmeldung eröffnet: ja

 +++ Gruppe belegt - bitte nicht mehr anmelden +++ Gruppe 5 / Milena Dehn & Marvin Mathony

wöchentlich: Di 14-16 (S 121 (GW I)) & Do 12-14 (S 138 (NW III))

Anmeldung via mail an: sup19@posteo.de

Anmeldung eröffnet: ja

Gruppe 6 / Sophie Kümmel & Balduin Weinmann

wöchentlich: Mo 12-14 (S 7 (GW II)) & Do 16-18 (S 43 (RW))

Anmeldung via mail an: balduin.weinmann@philosophy-economics.de

Anmeldung eröffnet: ja





Während Entscheidungen offenkundig in der Praktischen Philosophie eine wichtige Rolle spielen, scheint unser Erkenntnisprozess prima facie keinen Spielraum für Entscheidungen zu lassen.

Weil wir fehlbar sind, müssen wir damit rechnen, dass sich unsere Überzeugungen ebenso wie ganze wissenschaftliche Theorien als falsch erweisen können. Wer sich aber irren kann, sollte stets bemüht sein, seine Fehler zu korrigieren. Hat man aufgrund neu gewonnener Informationen einen Fehler in seinem bisherigen Überzeugungssystem entdeckt, so muss man dieses korrigieren, das heißt verändern. Typischerweise ist aber eine derartige Überzeugungsänderung durch die bisherigen Überzeugungen und die konfligierende neue Information unterbestimmt. Das heißt, man kann in der Regel wählen, in welcher Weise man sein Überzeugungssystem revidieren möchte. Als rationale Subjekte werden wir dabei gleichwohl nicht beliebig verfahren, sondern werden in solchen Situationen eine regelgeleitete Entscheidung treffen. Dies hat die philosophisch weitreichende Konsequenz, dass unser Weltbild - zumindest zum Teil - durch Entscheidungen geprägt wird, die wir in der Vergangenheit getroffen haben. So sind wir etwa überzeugt, dass sich die Erde um die Sonne bewegt, nicht allein aufgrund der (vermeintlichen) Tatsache, dass die Erde sich um die Sonne bewegt, sondern auch weil wir uns entschieden haben zu glauben, dass die Erde sich um die Sonne bewegt.

Erst in jüngster Zeit wurde damit begonnen, derartige Überzeugungsänderungen theoretisch zu erforschen und diese durch formale Modelle zu beschreiben. Dabei hat sich gezeigt, dass die zugrundeliegenden Mechanismen der Überzeugungsänderung überaus komplex sind. Einige dieser Theorien der Theorieänderung werden wir in diesem Seminar behandeln.