Our „research workshop” addresses MA Students in Religious Studies with a focus on Africa and beyond. Its purpose is to support students in the design and realization of their research projects, and to discuss theoretical and methodological questions arising at the different stages of research. On the basis of selected texts and the presentations of the participants, we will discuss for example methods of qualitative data collection, as well as strategies of data analysis. The aim is to tackle the specific problems the participants face in research design and research practice, and to give the participants the opportunity to discuss these with their fellow students and with reference to the reading.

Einführung am 12.04.2018
Termine 05./06. Mai 2018 sowie 09./10. Juni 2018

Dieses Seminar widmet sich dem Thema Heilung aus religionswissenschaftlicher Perspektive mit besonderem Schwerpunkt auf Sub-Sahara Afrika. Heilungspraktiken beruhen auf Welt- und Körperansichten, sowie auf Ansichten des Verhältnisses des Körpers zur Welt, die durch Religionen geprägt werden. Religiöse Praktiken sind demnach oft untrennbar mit Heilungspraktiken verwoben, so dass die Zuordnung von Praktiken als „religiös“ oder „medizinisch“ in vielen Fällen hinfällig ist (Parkin). Auf der Suche nach Heilung wenden Menschen sich oft an Behandlungsangebote religiöser Traditionen, die nicht ihrer eigenen entsprechen. Können wir hier von Interreligiosität sprechen oder werden hier doch Grenzen zwischen Religion und Medizin gezogen? Wie erfahren Menschen (körperliche) Zustände, für die sie Besserung suchen und wie erfahren sie Heilung? Welche Rolle spielt Religion für die Evaluation dieser „transformativen Kraft“ (Wilkens)? Inwiefern wird Religion durch Heilungspraktiken kulturalisiert?
Dieses Seminar hat zwei Schwerpunkte, die zueinander in Relation gesetzt werden. Zum einen, widmet es sich der Begriffsarbeit und disziplingeschichtlichen Wendepunkten zu Heilung in Sub-Sahara Afrika. Zum anderen, schließen sich jeweils konkrete Fallbeispiele an: empirische Texte (beispielsweise zu Geisterbesessenheit, zum Umgang mit HIV/AIDS, sowie zu Galenik/Islamischer Medizin) führen durch das Seminar und beleuchten die theoretischen Aspekte.
Religionswissenschaftliche/religionsethnologische Vorkenntnisse und solche zu religiösen Traditionen in Afrika sind wünschenswert aber keine Voraussetzung. Das Seminar lebt von aktiver Teilnahme: die zu Beginn des Seminars zur Verfügung gestellte Lektüre wird in den darauf folgenden Veranstaltungen als gelesen vorausgesetzt. Die Prüfungsmodalitäten, bevorzugt Präsentationen mit schriftlicher Ausarbeitung, richten sich nach der Anzahl der Teilnehmenden.

Durch die Medien ist Madagaskar zwar eher als Urlaubsparadies, Garten Eden der Biodiversität, Pesthölle oder King Juliens Königreich bekannt, das Land ist aber auch für Religionsforscher*innen interessant, die sich mit religiösen Akteuren, Praktiken und Vorstellungen in historischen wie gegenwärtigen gesellschaftlichen Kontexten und globalen Zusammenhängen befassen wollen. Die Insel im Indischen Ozean war und ist Schnittstelle unterschiedlichster politischer und wirtschaftlicher Interessen, kultureller Ströme sowie religiöser Ansichten und Praktiken. Madagaskar gilt heute zwar als mehrheitlich christlich, aber traditionale religiöse Formen sind mindestens ebenso präsent, und auch muslimische und hinduistische Religionsgemeinschaften sind aktiv.
Ziel des Seminars ist es, zunächst einen Überblick über die Religionsgeschichte Madagaskars zu erarbeiten und dabei insbesondere die Zusammenhänge von christlicher Mission, europäischem Kolonialismus und madagassischer Politik zu verdeutlichen. Über die Lektüre aktueller ethnographischer Arbeiten soll dann außerdem ein erster Einblick in die Vielfalt gegenwärtiger religiöser Traditionen, ihrer Veränderungen und transnationalen Verflechtungen gegeben werden.
Da das Seminar auch für Studierende ab dem ersten Semester gedacht ist, befassen wir uns zudem mit den Fragen, was eigentlich Religionsgeschichte und Ethnographie bedeutet und wie man wissenschaftliche Texte liest und recherchiert.


While religion has long been perceived as an obstacle to development, religious norms and the cooperation with religious actors are now frequently considered as a gain for development practice. The German Ministry of Economic Cooperation and Development (BMZ) published for instance brochures that emphasise the role of religion in development politics and cooperation (BMZ 2015 & 2016). In the seminar we will study how this change came about and discuss whether development work can be defined as secular or/and religious.
The seminar aims to provide students with an overview of the changing positions of development theorists and practitioners regarding the relation between religion and development. It introduces the participants to the different phases of development thinking, the historical, ideological, and practical connections between religion and development, and the role of so-called Faith Based Organisations (FBOs) or religiously affiliated Non-Governmental Organisations (RNGOs) in today’s world of development.
The seminar is organized and held together with religious studies scholar Prof Karsten Lehmann (Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems, Institut Forschung & Entwicklung) who worked extensively on the role of Religious Non-Governmental organisations at the United Nations.
Classes take place weekly, but there will also be a one-day “block session” on Saturday May 26, 2018 with Prof Lehmann. In addition the seminar includes a two-day field trip (Exkursion) to Vienna where we will visit UN institutions and meet NGO representatives working in the field of international development.