Kursnummer: 52018

(Pädagogische) Wissens- und Praxisformen sind immer historisch und geographisch eingebunden, sie bewegen sich nicht in einem luftleeren Raum. Das Seminar ist eine (de)koloniale Spurensuche, welche der Entstehung und den Bedingungen pädagogischen Handelns und Wissens nachgeht und sich auf diese Weise kritisch mit den Geschichten der Pädagogik auseinandersetzt.
Welches Wissen wird als gültig anerkannt? Wie wirkt dies auf die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen und pädagogische Konzepte von z.B. (Chancen)Gleichheit und Anerkennung? Welchen Ursprung haben – vermeintliche - pädagogische Gewissheiten, die als Grundlage für pädagogisches Denken und Handeln identifiziert werden können? Und was heißt es überhaupt, in einer von Ungleichheit geprägten Gesellschaft, kritisch-pädagogisch zu handeln?

Das Seminar ist als Projektkurs angelegt, eine Offenheit für gemeinsame Ideenentwicklung und aktives Einbringen eigener Beiträge und Fragen werden vorausgesetzt. Neben der der Beschäftigung mit theoretischen Grundlagen und Textarbeit, sollen Fragen an das Material entstehen, die sich kritisch mit der Komplexität der Geschichten der Pädagogik beschäftigen. Vorbesprechung, Kommunikation und Materialbereitstellung erfolgen über elearning.


BLOCKKURS
4.Mai  14-20Uhr
5.Mai  10-19Uhr
6.Mai  10-19Uhr

Wer ist AußenseiterIn in einer Klasse? Wer wendet sich an wen um Rat? Wer ist mit wem befreundet? Wer oder was sind Akteure? Was ist eine Beziehung? Wie kann man als Lehrkraft Strukturen/Klassenkompositionen für Lehr-Lernprozesse nutzen? Wir richten den Fokus auf das Dazwischenliegende in sozialen Interaktionen und wollen Lehr-/Lernprozesse netzwerktheoretisch untersuchen. Dabei sollen Akteure und Strukturen aufgedeckt werden sowie Aspekte wie bspw. Mobbing/Bullying unter SchülerInnen, Heterogenität, Freundschaftsbeziehungen und Mentorbeziehungen und deren Einfluss auf Lehren und Lernen behandelt werden.

Den Ausgangspunkt unserer Betrachtung bildet der Begriff der Diskontinuität. Diskontinuitäten oder Brüche bieten Momente der Überraschung, die Teil jedes Lern- und Forschungsprozesses sind. Vielleicht sind es gerade jene Impulse, die uns dabei antreiben im idealen Lernprozess wie auch im idealen Forschungsprozess ins Ungewisse zu gehen. An diesen Begriff des Bruchs oder der Diskontinuität schließen Betrachtungen der Differenz von Kognition und Betrachtungsgegenstand an, also dem Unterschied des Wissens und des Gegenstandes dieses Wissens. Daraus entwickeln sich wiederum Fragestellungen den Wissensbegriff selbst betreffend. Mit der Frage wie findet Lernen statt ist auch immer die Frage verknüpft, was man überhaupt wie wissen kann.  Hier geht es um verschiedene Formen von Wissen, denn nicht jede Form von Wissen kann mit Formeln und Beweisen legitimiert werden. An den Grenzen solcher Vorstellungen wird Lernen zum Forschen und beides zum Abenteuer.


BLOCKKURS:

25. Mai 10-18Uhr

27. Mai 10-18 Uhr

28. Mai 10-18 Uhr


Was ist unter den Begriffen Vielgestaltigkeit und Differenz zu verstehen? Vor welche Herausforderungen im Umgang mit Diversität werden Lehrkräfte im Kontext Schule gestellt? Wie kann ich mir kulturelle Vielfalt zum Vorteil machen? Das Seminar untersucht die Bedeutung von Diversität in Lehr-Lernprozessen im Kontext Schule. Es soll Gelegenheit bieten, die eigene pädagogische Praxis bzw. eigene Bildungserfahrungen in Schule/Ausbildung etc. zu reflektieren. Die Seminarteilnehmenden erhalten Anregungen für pädagogisches professionelles Handeln im produktiven Umgang mit Vielgestaltigkeit und Differenz. Dabei sollen auch Möglichkeiten und Grenzen beleuchtet werden.

Seminar "Bildung und Raum – der spatial turn in erziehungswissenschaftlicher Perspektive" im SS 2018 von Frau Prof. Dr. Clemens

Kurs ID: 52002

Education for all – so heißt ein weltweites Programm der UNESCO, um Bildung global mehr Bedeutung zu verschaffen. An diesem und vielen ähnlichen Programmen manifestieren sich viele implizite Annahmen über Bildung wie etwa der scheinbaren Eindeutigkeit und Einheitlichkeit von Bildungskonzepten, und globale Zusammenhänge im Bildungssektor treten deutlich zu Tage. Diese Zusammenhänge werden im Seminar aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, u.a. an Phänomenen wie dem ‚Import und Export‘ von Bildungskonzepten und den daraus resultierenden Konsequenzen, der zunehmenden Privatisierung des Bildungssektors oder dem neuen Phänomen des Philantrocapitalismus.

Veranstaltung "Wissen und Wissenskulturen" im SS 2018 von Frau Prof. Dr. Clemens.


Kurs ID: 52003

Dienstag 16-18 Uhr