In diesem Seminar wird der Bereich Diagnostik aus der Vorlesung "Differentielle Psychologie" vertieft. Das Seminar wird überwiegend virtuell über die vhb durchgeführt. In einzelnen Präsenzterminen üben wir die Erstellung und Auswertung von Prüfungsfragen.

Der Einschreibeschlüssel wird beim Vortreffen am 12.04. bekanntgegeben.

Sie werden von der Dozentin eingeschrieben.

Der Einschreibeschlüssel wird am ersten Blocktermin bekanntgegeben.

Selbstkontrolle und Intelligenz haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun. Neuere Forschungsergebnisse, u.a. aus dem Gebiet der kognitiven Neuropsychologie, zeigen aber, dass beide auf die selbe begrenzte Ressource zurückgreifen: kontrollierte Aufmerksamkeit. Diese wiederum ist eng mit dem Konzept des Arbeitsgedächtnisses verknüpft. Im Seminar werden wir die Grundlagen zum Verständnis dieser Zusammenhänge erarbeiten. Dazu werden wir beispielhafte Experimente durchführen und uns mit Originalliteratur befassen. Die gewonnenen Einsichten können dafür nützlich sein, die Rolle des (begrenzten) Arbeitsgedächtnisses bei der Gestaltung von Lernumgebungen zu berücksichtigen und dafür, das Phänomen ADHS besser zu verstehen.

In diesem Kurs können Sie sich ab dem 23.02.2018 für das gleichnamige Training der Qualitätsoffensive Lehrerbildung anmelden. Die Anmeldung ist jetzt beendet, die Selbsteinschreibung ist nicht mehr möglich. Anfragen per Mail an Andrea.Kreuzer@uni-bayreuth.de

Gesellschaftliche Ängste vor Terrorismus, radikalisierten Jugendlichen und „home grown terrorists“ werden zunehmend auch für die Schule relevant. Kinder und Jugendliche reagieren vulnerabel auf terroristische Bedrohung: So bezeichneten in der aktuellen World Vision Kinderstudie 58 % der befragten Sechs- bis Elfjährigen die Angst vor Terror als ihre größte Angst. Aber auch Lehrende zeigen sich verunsichert wie sie mit radikalisierten Jugendlichen umgehen sollen. Auf der anderen Seite weisen sozialpsychologische Studien nach, dass unter terroristischer Bedrohung ein Anstieg von ethnozentrischen Einstellungen, eine generalisierte Intoleranz gegenüber sozialer Abweichung und erhöhte Zustimmung gegenüber rechtsgerichtetem Autoritarismus festzustellten sind (u.a. Fritsche & Fischer 2009). In Ländern wie Israel und den USA gibt es aus diesem Grund bereits schulbasierte Interventionstrainings, die Jugendlichen die Verarbeitung innerstädtischer und politischer Gewalt ermöglichen und Traumasymptome lindern sollen. Seminarziel ist es, sich Wissen zum Themenkomplex Terrorangst, Radikalisierung und soziale Intoleranz anzueignen und Ideen für schulbasierte Interventionen in Deutschland zu entwickeln.