Das Seminar widmet sich unterschiedlichen Konzepten zum Körper und kulturellen Gedächtnisses. Anhand von konkreten Beispielen sollen diese diskutiert und ihre jeweilig spezifischen Denk- und Arbeitsweisen gemeinsam von uns erarbeitet werden. Dafür werden wir sowohl Primär-, als auch Sekundärtexte heranziehen und diskutieren.
Literatur: Taylor, Diana (2003): The Archive and the Repertoire. Performing Cultural Memory in the Americas, Durham and London: Duke University Press. Öhlschläger, Claudia und Wiens Birgit (Hgg.) (1997): Körper - Gedächtnis - Schrift: der Körper als Medium kultureller Erinnerung (Geschlechterdifferenz & Literatur : Publikationen des Münchener Graduiertenkollegs, Bd. 7), Berlin: Schmidt

Im zweiten Teil des Kurses „Künstlerische Forschung“ werden die theoretischen Erkenntnisse des Wintersemesters in eigenen Projekten und Produktionen praktisch umgesetzt und wissenschaftlich reflektiert. Neben der Möglichkeit zu frei gestalteten und entwickelten Ideen besteht auch die Möglichkeit, im Rahmen der fimt-Initiative „Künstlerische Forschung“ mitzuarbeiten, etwa bei der Konzeption von Projektanträgen sowie der Umsetzung von Kooperationen und Projekten.

Die Vorlesung geht über zwei Semester. Das Gesamtprogramm sieht folgendes vor: Sie betrachtet Musik als einen von der Geschichtsschreibung konstruierten Gegenstand. Es steht somit die Frage nach historiographischen Aspekten von Narrationen zu und über Musik und Musiker*innen im Mittelpunkt. Hierbei wird insbesondere die Musikgeschichte als Verlauf von Epochen hinterfragt. Als Alternative präsentiert die Vorlesung das Konzept einer Musikgeschichtsschreibung, die sich kulturgeschichtlich einerseits und kulturwissenschaftlich andererseits verortet. So werden drei Jahrhunderte in Hinblick auf bestimmte zentrale Themen der Zeit musikhistoriographisch erkundet: das 18. Jahrhundert in Hinblick auf die Frage der Erotik und der Sexualität, das 19. Jahrhundert in Hinblick auf Ökonomie und das 20. Jahrhundert in Hinblick auf Zerstörung.