Wintersemester 2016/17

This course is a introduction to central questions in Jurisprudence (Philosophy of Law). What is law? What is the relationship between law and morality?  Is there a duty to obey the law? The course will focus on representative contemporary texts in philosophy of law.

Der Ausdruck "Demokratie" bezeichnet eine politische Ordnung oder Regierungsform, die wesentlich durch vor allem drei Merkmale gekennzeichnet ist: die Freiheit und die Gleichheit ihrer Bürger sowie deren Autonomie im Sinne einer Selbstgesetzgebung. Auf der Grundlage dieser wesentlichen Merkmale kann es jedoch unterschiedliche Ausformulierungen dieser Ideale geben, die in einem engen Zusammenhang stehen zu unterschiedlichen Auffassungen über die Aufgaben eines Staates. Man kann hier grob zwischen republikanischen und liberalen Theorien der Demokratie unterscheiden: republikanische Theorien verstehen eine Demokratie als ein politisches Gemeinwesen, das ein Gemeinwohl definiert und anstrebt. Liberale Theorien hingegen betonen die Freiheit und Unabhängigkeit des einzelnen Individuums,die sie durch eine solche Gemeinwohlorientierung eher in Frage gestellt sehen. Es geht also in dieser Auseinandersetzung vor allem darum, was unter Freiheit und Gleichheit der Bürger im Kontext einer politischen Ordnung eigentlich zu verstehen ist: sollen Freiheit und Gleichheit rein formal aufgefasst werden oder implizieren sie substantielle Ansprüche der sozialen und politischen Teilhabe? Im Hinblick auf das Ideal der Autonomie der Bürger geht es in erster Linie um die Frage, wie diese Selbstgesetzgebung am besten realisiert werden kann: durch Formen einer repräsentativen oder durch Formen einer direkten Demokratie? Welche politischen Entscheidungsverfahren können tatsächlich als demokratisch bezeichnet werden?

Internes Forum / Organisationsteam des Bayreuther Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Kolloquiums.

Website des Kolloquiums: https://kolloquiumgekuwi.wordpress.com/
Für Anfragen: kolloquiumgekuwi (at) gmail.com



Als britische Kolonie galt Uganda als besonders erfolgreich und es wurden große Erwartungen an die weitere Entwicklung nach der Unabhängigkeit geknüpft. Seither durchläuft Uganda eine wechselvolle Geschichte einschließlich eines lang anhaltenden Bürgerkriegs. Obwohl Uganda inzwischen wirtschaftlich recht stabil ist und regelmäßig Wahlen abgehalten werden, ist der langjährige Präsident Museveni in die Kritik geraten. Ausgehend von der kolonialen Entwicklung, über den Bürgerkrieg lassen sich am Beispiel sowohl die Herausforderungen der Beendigung eines Bürgerkriegs und die daran anschließende Konsolidierung des Friedens untersuchen wie auch aktuelle, politische, soziale und ökonomische Probleme.

In der Einführung in die Wissenschaftstheorie soll ein Überblick über die Ziele, Ansprüche, Ansätze und Probleme der Wissenschaftstheorie vermittelt werden. Dabei steht die moderne Wissenschaftstheorie, wie seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, im Vordergrund. Wir werden es (wenn alles klappt) mit folgenden Themenkomplexen zu tun bekommen:

  • Was charakterisiert Wissenschaft bzw. Wissenschaftstheorie (WTh)?
  • Geschichte von Wissenschaft und WTh - Antike, Empirismus, Rationalismus, Kantische Transzendentalphilosophie
  • Moderne WTh: Von der Suche nach Wahrheit zur Suche nach der besten Theorie
    • Logischer Empirismus
    • Popper und der Falsifikationismus
    • Lakatos' Forschungsprogramme, Strukturalismus, Kohärentismus
    • Erklärungen und nichtexperimentelle Werkzeuge der Wissenschaften
    • Gütekriterien der Theorienwahl
  • Wissen und Werten - WTh-Importe der Metaethik
  • WTh der Ökonomik

Auch wenn die Veranstaltung als Vorlesung konzipiert ist, sind die Studierenden zu eifrigem Nachfragen und Kritisieren angehalten. Als philosophische Disziplin ist auch die Wissenschaftstheorie nach Wittgenstein schließlich keine Lehre, sondern eine Tätigkeit.

Die Veranstaltung wird mit einer Klausur abgeschlossen. Grundlage für die Klausur ist der Stoff der Vorlesung sowie der Inhalt der vier folgenden Texte:

  • Popper, K. (1963): "Science: Conjectures and Refutations"; in: Conjectures and Refutations: The Growth of Scientific Knowledge; London: Routledge.
  • Friedman, M. (1953): "The Methodology of Positive Economics"; in: Essays in Positive Economics; Chicago: University of Chicago Press. 
  • Bartelborth, Th. (1996): Begründungsstrategien; Berlin: Akademie Verlag (S. 136-169).
  • Rosenberg, A. (2009): "If Economics is a Science, what Kind of a Science is it?"; in: H. Kincaid, D. Ross (eds.), Oxford Handbook of the Philosophy of Economics, Oxford: Oxford University Press.
Literaturhinweise

Hier zunächst einmal einige Einführungen in die Wissenschaftstheorie, die man guten Gewissens empfehlen kann:

  • Lauth, B./Sareiter, J. (2002): Wissenschaftliche Erkenntnis; Paderborn: mentis
  • Gillies, D. (1993): Philosophy of Science in the Twentieth Century: Four Central Themes; Oxford: Blackwell
  • Losee, J. (2001): A Historical Introduction to the Philosophy of Science; Oxford: Oxford University Press.
  • Carrier, M. (2006): Wissenschaftstheorie zur Einführung; Hamburg: Junius.
  • Schurz, G. (2006): Einführung in die Wissenschaftstheorie; Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
  • Stöckler, M./Bartels, A. (2007): Wissenschaftstheorie; Paderborn: mentis.

Die folgenden Literaturhinweise sind eine gute Ergänzung für den Besuch der Vorlesung. Alle Bücher werden im Semesterapparat in der Bibliothek aufgestellt. Die genannten Aufsätze finden sich hier im Materialienbereich (hier mit 'MB' gekennzeichnet).

Allgemeines

(kein besonderer Vorschlag)

Geschichte von Antike bis Kant

Lauth, B./Sareiter, J. (2002): Wissenschaftliche Erkenntnis; Paderborn: mentis -- Kapitel 1: Die Anfänge: Das Konzept der axiomatischen Wissenschaft in Aristoteles' zweiter Analytik. (= Kürtext 01)

Moderne WTh

Vollmer, G. (1982): "Was können wir wissen?" MB [Überblick] (= Kürtext 02)

Czaniera, U. (Hg.) (1997): Karl Menger: Moral, Wille und Weltgestaltung. Grundlegung zur Logik der Sitten; Frankfurt/M: Suhrkamp (daraus ein Auszug aus der Einleitung). MB [zum Logischen Empirismus] (= Kürtext 03)

Czaniera, U. (2010): "Basissätze"; in: Sandkühler, H.-J. (Hg.): Enzyklopädie Philosophie; Hamburg: Meiner. MB [zum Basisproblem] (= Kürtext 04)

Lauth, B./Sareiter, J. (2002): Wissenschaftliche Erkenntnis; Paderborn: mentis - Kapitel 6: Versuch und Irrtum: Karl Popper und die "Logik der Forschung" [zum Falsifikationismus] (= Kürtext 05)

Quine, W.V.O. (1951): "Two Dogmas of Empiricism"; in: The Philosophical Review Vol 60, No 1. (= Kürtext 06)

Schurz, G. (Hg.) (1990): Erklären und Verstehen in der Wissenschaft; München: Oldenbourg - van Fraassen, B.: "Die Pragmatik des Erklärens" Teil I. MB [zum Begriff der Erklärung] (= Kürtext 07)

Nida-Rümelin, J. (Hg.) (2000): Rationalität, Realismus, Revision: Vorträge des 3. internationalen Kongresses der Gesellschaft für Analytische Philosophie; Berlin: de Gruyter - Gähde, U.: "Gedankenexperimente in Erkenntnistheorie und Physik: strukturelle Parallelen". MB [über Gedankenenxperimente] (= Kürtext 08)

Morgan, M./Morrison, M. (1999): Models as Mediators; Cambridge: CUP - Morgan, M.: "Learning from Models". MB [über Modelle] (= Kürtext 09)

Wissenschaftstheorie und Ethik Czaniera, U. (2001): Gibt es moralisches Wissen?; Paderborn: mentis - Kapitel 2 und 3.3-3.6. (= Kürtext 10)

Philosophy of Economics

Hausman, D. M. (1992): Essays on Philosophy and Economic Methodology; Cambridge: CUP - Kapitel 1: "Economic Methodology in a Nutshell". MB (= Kürtext 11)

Zusammenschau, Leistungen und Nichtleistungen der Wissenschaftstheorie

Vollmer, G. (1993): Wissenschaftstheorie im Einsatz; Stuttgart: Hirzel - "Wozu Pseudowissenschaften gut sind". (= Kürtext 12)


In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, was genau unter Rassismus und unter illegitimer Diskriminierung zu verstehen ist. Insbesondere werden wir dabei das Problem untersuchen, unter welchen Umständen statistisch "wahre” Aussagen rassistisch oder auf andere illegitime Weise diskriminierend sein können. Neben Literatur aus den Bereichen der Ethik und der politischen Philosophie werden wir uns dazu auch einige Texte aus dem Bereich der Wissenschaftstheorie ansehen.

Unser Wissen über Räume wird durch vielfältige Medien vermittelt - von Fotografie und der Radio- und Fernseh-Berichterstattung über Kinofilme bis hin zu digitalen und Sozialen Medien. Aber auch geographische Karten oder Satellitenbilder stellen Medien dar, die dadurch, was sie zeigen oder verbergen, unser Wissen prägen. In diesem Seminar gehen wir systematisch diesem Wechselverhältnis von Raum, Wissen und Medien nach. Ausgehend von kulturgeographischen und medienwissenschaftlichen Theorien untersuchen wir eine Reihe von Fallbeispielen, die den Einfluss der Medien auf räumliches Wissen verdeutlichen. Dabei diskutieren wir auch, welche Veränderungen aus der Digitalisierung resultieren, welche Rolle unser praktischer Umgang mit Medien hinsichtlich der Wissensproduktion spielt und welche Machtdiskurse das wechselseitige Verhältnis bestimmen.

Das Seminar richtet sich an Studierende der Master-Studiengänge Humangeographie, Medienkultur und Medienwirtschaft sowie Literatur und Medien. Die Übung zum Modul findet im Rahmen eines Besuchs der Tagung Neue Kulturgeographie (NKG) vom 26.-28. Januar 2017 in Bayreuth statt.

Literaturempfehlung: Döring, Jörg; Thielmann, Tristan (2008): Mediengeographie. Theorie - Analyse - Diskussion. Bielefeld: Transcript.