Vorlesung, 2 SWS, Mo 10-12, Raum: GWII - S 6, Beginn: 18.4.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL B1, B2; BA Kuwi C4, C7;  Kombifach REL B1, B2 (Kombifach alt RW-3); IWE, EWS, Studium Generale

Inhalt: Zentralasien eignet sich als geographischer Fokus, um eine Vielfalt religiöser Traditionen in ihrer jeweiligen Kontextgebundenheit, ihren Wechselwirkungen und ihrer Geschichtlichkeit kennenzulernen. Das Hauptaugenmerk der Vorlesung liegt auf der Region Turkestan - vor, im Zuge und nach ihrer Islamisierung. Dabei werden auch lokale religiöse Traditionen sowie Manichäismus, nestorianisches Christentum und Buddhismus behandelt und Ausblicke in die Gegenwart gegeben.

Seminar, 2 SWS, Mo 8.30-10 Uhr, Raum GW II - S 6 , Beginn: 18.04.2016. 

Modulzuordnung: BA KuG: REL B, REL D1, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); BA Kuwi C 7; BA Kombifach REL B, REL S (Kombifach alt: RW-2, RW-5), IWE: Bereich SERG, Modul Religion im interkulturellen Vergleich.

Inhalt:
Das Seminar gibt anhand ausgewählter Quellentexte (in Übersetzung) eine Einführung in die europäische 
Religionsgeschichte. Die Schwerpunkte liegen auf den Themen "Religion und Philosophie" sowie "Religion und Kunst".

Seminar, 2 SWS, Di 10-12, Raum: NWII - S 80, Beginn: 12.4.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL B1, B2; BA Kuwi C4, C7;  Kombifach REL B1, B2 (Kombifach alt RW-3); IWE, EWS, Studium Generale

Inhalt: Mit über zwei Milliarden Anhängern gilt „das Christentum" als die größte religiöse Gemeinschaft weltweit und man schätzt, dass ca. 25 Prozent der Christen auf dem afrikanischen Kontinent leben. Die Vielfalt der christlichen Praktiken, Überzeugungen und Gruppen ist auf dem afrikanischen Kontinent (und darüber hinaus) allerdings so groß, dass manche Autor*innen nur noch von African Christianities sprechen.
Ziel des Seminars ist es, einen ersten Einblick in die historischen Entwicklungen und diese vielfältigen Formen des Christentums in Afrika zu geben und in Themenfelder einzuführen, die derzeit die sozialwissenschaftliche Beschäftigung mit Christentum in Afrika kennzeichnen. Neben der Mission im 19. Jahrhundert befassen wir uns mit der Entstehung unabhängiger Afrikanischer Kirchen im 20. Jahrhundert, mit dem Boom pfingstkirchlich und charismatischer Bewegungen seit den 1980ern sowie mit Fragen, die das gegenwärtige Christentum betreffen. Das sind beispielsweise Fragen zur Darstellung christlicher Inhalte und Praktiken in unterschiedlichen Medien, zur neuen gesellschaftlich-politischen Rolle christlicher Akteure, ihrer Auseinandersetzung mit anders-religiösen Akteuren und zur „umgekehrten Mission", also zu christlicher Mission, die von Afrika ausgeht.
Das Seminar basiert auf der wöchentlichen Lektüre von Texten, ergänzt durch kurze Referate.

Hauptseminar 2 SWS, Mi 14-16 Uhr, nach Bedarf auch 14-18 Uhr (teilgeblockt) in NW II - S 74
Modulzuordnung:  Master  F1-F4 (Master alt: G1, G2)

Inhalt: Die Forschungswerkstatt begleitet die Konzeption und Durchführung eigenständiger Forschungsarbeiten der Studierenden im Bereich der religiösen Gegenwartskultur. Im Mittelpunkt steht die Arbeit an selbst erhobenen Daten im Rahmen der qualitativ-empirischen Religionsforschung und die Auseinandersetzung mit einschlägiger Methodenliteratur. Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung für die Studierenden der Schwerpunkte „Religiöse Gegenwartskultur" und „Bildung und Erziehung". Studierende aus dem BA-Studiengang Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion, die schon 150 ECTS-Punkte absolviert haben, können sich die Teilnahme für den späteren Master-Studiengang anrechnen lassen.

Voraussetzungen: Die Veranstaltung eignet sich für Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Ein induktiver Zugang gilt als wesentlicher Charakterzug der Religionswissenschaft. „Die Religionswissenschaft schließt [...] von den konkreten Daten auf allgemeine Zusammenhänge - nicht umgekehrt" (Bochinger 2004, S.207). Im methodischen Bereich findet man dieses Forschungsprogramm nirgendwo so systematisch ausgearbeitet und konsequent umgesetzt wie in der Grounded Theory. Obwohl viele Religionswissenschaftler-Innen mit dieser Methode arbeiten, bleibt eine Reflexion der methodologischen Voraussetzungen und der expliziten Arbeitsschritte aber oftmals aus.
Nach einem Überblick zur Geschichte der Grounded Theory von ihrer Gründerzeit (Glaser/Strauss 1967) bis hin zu neueren Weiterentwicklungen (Breuer 2010; Strübing 2004) werden in diesem Seminar einzelne Charakteristika der Methode näher beleuchtet und in den Kontext religionswissenschaftlicher Methodendiskussionen und Forschungsarbeiten gestellt. Dabei soll die Methode auch anwendungsbezogen erlernt werden. Dazu sind kleinere Forschungsprojekte geplant.

Literatur:
Breuer, Franz: Reflexive Grounded Theory. Eine Einführung für die Forschungspraxis. Wiesbaden 2010.
Glaser, Barney G. und Anselm L. Strauss: The Discovery of Grounded Theory. Strategies for Qualitative Research. Chicago u.a. 1967. (deutsch als: Grounded Theory. Strategien qualitativer Forschung. Bern 1998.)
Mey, Günter (Hg.): Grounded Theory Reader. Wiesbaden 2011.

Zusätzliche Literaturvorschläge werden bei der ersten Seminarsitzung gegeben.

Hauptseminar, 2 SWS, Mi 8-10 (bzw. Termin nach Absprache), Raum NW II - S 78, Beginn: 13.04.2016

Modulzuordnung: : BA KuG REL D1, D2; Kombifach REL S1, S2 (Kombifach alt RW-5); BA Kuwi C7; Master R1-R3, G5

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Émile Durkheims Werk aus dem Jahr 1912 ist ein Klassiker sowohl der Soziologie, Ethnologie als auch Religionswissenschaft. Im Lektüreseminar wird dieses Werk in deutscher Übersetzung kontinuierlich gelesen und interpretiert. Das Seminar eignet sich sowohl als Einstieg in die Religionssoziologie wie auch zur vertiefenden Beschäftigung mit Durkheim.

Literatur: É. Durkheim: Die elementaren Formen des religiösen Lebens, Frankfurt/Main 1981 (u. Neuauflagen);
Weitere Literatur zu Beginn des Semesters

Seminar, 2 SWS, Do 12-14, Raum: GWII - S 6, Beginn: 14.4.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL C1, C2, REL D1, D2;  Kombifach REL C1, C2, REL S1, S2 (Kombifach alt RW-3, RW-5); Master G6, G7,  I1-I6; IWE

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Dieses interdisziplinäre Seminar vermittelt einen empirischen und theoretischen Einblick in das Themenfeld Körper, Alltag und Geschlecht in islamisch geprägten Kontexten. Thematische Schwerpunkte sind soziale Normen, Sexualität, Ritual, Reinheit sowie Körpertechniken, wie etwa Beschneidung und Praktiken/Ideologien der Ver- bzw. Entschleierung. Von den Teilnehmer_innen wird die Bereitschaft zur Lektüre und Diskussion vorwiegend englischsprachiger, über die eigenen Fachgrenzen hinaus gehender Literatur und eine aktive Mitarbeit erwartet.

Seminar 2 SWS, Montag, 12.00-13.30 Uhr in Raum 1.23 (Besprechungszimmer in GW II).
Vorbesprechung: 13.04.2016, 12.00 Uhr in Raum, 1.23 (Besprechungszimmer, GW II, 1. Stock)

Modulzuordnung: BA KuG Forschungsqualifikationen, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster) ; BA Kuwi B4-B6 
Voraussetzung: Lateinkenntnisse

Hauptseminar, 2 SWS, Mo 14-16, Raum: GWII - S 7, Beginn: 18.04.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL C1, C2 REL D1, D2; Kombifach REL C1, C2, REL S1, S2 (Kombifach alt RW-4, RW-5); Master R1-R3, G6, G7; IWE

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Recently the German Ministry of Economic Cooperation and Development (BMZ) has published a brochure that emphasises the important role of religion in development cooperation (BMZ 2015). Until the 1990ies, religion has rather been seen as an obstacle to development, whereas today cooperation with religious actors is presented as an asset. In the seminar we will study how this change came about and discuss the question whether the project of development has ever been secular.
We will trace the historical, ideological, and practical connections between religion and development - here understood as ideas and actions relating to the "improvement” of life in a given society or the world. We will start with texts about Christian mission in the 19th century, and review the place of religion in theories of development of the 20th century. However, the main focus of the seminar is on contemporary debates about the role of religious ideas, practices and actors in development work. We will study the positions of social scientists, development institutions, and religious actors, such as religious communities and so-called Faith Based Organisations (FBOs). Examples mostly from Africa will illustrate these positions, and show different approaches to ethical and societal change as well as their social consequences.
The aim of this seminar is to provide insight into the changing relation between religion and development on a theoretical and an applied level, and to become acquainted with different actors and their attitudes towards the religion/development-connection.

* BMZ 2015: Die Rolle von Religion in der deutschen Entwicklungspolitik: https://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/infobroschueren_flyer/flyer/Flyer_Religionen.pdf

Hauptseminar, 2 SWS, Mo 16-18 Uhr in Raum AI - S 112

Modulzuordnung: Bachelor: REL C1, C2; REL D1, D2; Kombifach REL C1, C2, REL S1, S2 (Kombifach alt RW-4, RW-5); BA Kuwi C5, C7; IWE

Master: R1-R3, G4, G6, G7

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Migration und Auswanderung stellen für Aufnahmeländer eine besondere Herausforderung dar. Moderne, westliche Gesellschaften stehen vor der Aufgabe, Einwanderer sowohl funktional (Arbeitsmarkt) als auch sozial zu integrieren. Unter Bezugnahme auf eine meist undefinierte „Leitkultur", verlangen Aufnahmegesellschaften darüber hinaus gelegentlich eine kulturelle Assimilation der Migrantinnen und Migranten. Religion kann für Migrations- und Integrationsprozesse unterschiedliche Bedeutung einnehmen. Sie gilt einerseits als Ressource für Individuen und Gruppen, um in der „Fremde" ihre religiöse und kulturelle Identität zu sichern, wie auch als Brücke zur Aufnahmegesellschaft („interreligiöser Dialog"). Andererseits gilt sie auch als Hemmschuh für eine gelingende Integration; so wird Religion als Abgrenzungsmarker für Gruppenunterschiede herangezogen. In den letzten zwei Jahrzehnten haben Migrationsforscher ihre Aufmerksamkeit zunehmend auf „Migrantenorganisationen" gerichtet. Dabei haben sie den Umstand unterstrichen, dass diese Organisationen, weit weg davon, die Bildung von Parallelgesellschaften zu favorisieren, eine nicht zu unterschätzende Funktion für die Integration in die Aufnahmegesellschaft leisten können. In unserem Seminar wollen wir uns unter anderem mit der Frage beschäftigen, inwiefern dies auch für Organisationen gelten kann, die sich im weitesten Sinne als „religiös" begreifen.

Im Mittelpunkt des Seminars sollen folgende Aspekte behandelt werden:

·Funktionen von Religion im Kontext von Migration bei Individuen

·Gesellschaftliche Erwartungshaltungen gegenüber Religion (religiöse Fremdbilder im Zusammenhang von Migration)

·Funktionen von Organisationen hinsichtlich der Integration von Individuen und Gruppen in die Aufnahmegesellschaft

·Die Rolle von Religion bei der Bildung, Strukturierung und Zielfestlegung dieser Organisationen

·Theoretische und methodologische Probleme in der systematischen Erforschung von Migrantenorganisationen

Seminar, 2 SWS, Fr 10-12, Raum: GWII - S 7, Beginn: 15.4.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL D, REL F; BA Kuwi C4;  Kombifach REL S1, S2 (Kombifach alt RW-3), Master  I9

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester. Türkischkenntnisse, die zur Lektüre auch komplexerer Texte befähigen.

Inhalt: In den 1970er Jahren wurde unter konservativen und nationalistischen Intellektuellen in der Türkei die Idee einer „Türkisch-Islamischen Synthese" populär, mit der man das nationalistische und das islamisch-religiöse Spektrum im gemeinsamen Kampf gegen linke Bewegungen vereinen wollte. Zentrales Element dieses Projekts war die Konstruktion einer nationalen türkischen Kultur, zu der untrennbar der Islam gehört. Nach einer Einführung in den historischen und politischen Kontext werden wir uns im Seminar anhand von Originalquellen einige Darstellungen türkischer Kultur und Religionsgeschichte durch Autoren der „Türkisch-Islamischen Synthese" erschließen.

Dozent:
Prof. Dr. em. Hubert Seiwert (Universität Leipzig)
Vorlesung und Kolloquium, 2 SWS, geblockt, 9.-13. Mai 2016
Modulzuordnung:
B.A. Kultur und Gesellschaft
:REL B, REL C, REL D, REL V (Vertiefung/Mobilitätsfenster), Verzahnungsbereich im Modul REL TMR (Theorie und Methodologie der Religionsforschung). Der Prüfungsschwerpunkt ist auf den jeweiligen Bereich abzustimmen.
Kombifach: REL B, REL C, REL S, Kombifach alt: RW-3, RW-4, RW-5; BA Kuwi: C 3, 5, 6, 7
Master: R1-R3, G5, G6. G7