http://peintra.creatives-at-work.de/studylists/174

In der Einführung in die Wissenschaftstheorie soll ein Überblick über die Ziele, Ansprüche, Ansätze und Probleme der Wissenschaftstheorie vermittelt werden. Dabei steht die moderne Wissenschaftstheorie, wie seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, im Vordergrund. Wir werden es (wenn alles klappt) mit folgenden Themenkomplexen zu tun bekommen:

  • Was charakterisiert Wissenschaft bzw. Wissenschaftstheorie (WTh)?
  • Geschichte von Wissenschaft und WTh - Antike, Empirismus, Rationalismus, Kantische Transzendentalphilosophie
  • Moderne WTh: Von der Suche nach Wahrheit zur Suche nach der besten TheorieWissen und Werten - WTh-Importe der MetaethikWissen und Werten - WTh-Importe der Metaethik
    • Logischer Empirismus
    • Popper und der Falsifikationismus
    • Lakatos' Forschungsprogramme, Strukturalismus, Kohärentismus
    • Erklärungen, Gesetze und nichtexperimentelle Werkzeuge der Wissenschaften
    • Gütekriterien der Theorienwahl
  • Wissen und Werten - WTh-Importe der Metaethik
  • WTh der Ökonomik

Auch wenn die Veranstaltung als Vorlesung konzipiert ist, sind die Studierenden zu eifrigem Nachfragen und Kritisieren angehalten. Als philosophische Disziplin ist auch die Wissenschaftstheorie nach Wittgenstein schließlich keine Lehre, sondern eine Tätigkeit.

Die Veranstaltung wird mit einer Klausur abgeschlossen. Grundlage für die Klausur ist der Stoff der Vorlesung sowie der Inhalt der vier folgenden Texte:

  • Popper, K. (1963): "Science: Conjectures and Refutations"; in: Conjectures and Refutations: The Growth of Scientific Knowledge; London: Routledge.
  • Friedman, M. (1953): "The Methodology of Positive Economics"; in: Essays in Positive Economics; Chicago: University of Chicago Press. 
  • Bartelborth, Th. (1996): Begründungsstrategien; Berlin: Akademie Verlag (S. 136-169).
  • Rosenberg, A. (2009): "If Economics is a Science, what Kind of a Science is it?"; in: H. Kincaid, D. Ross (eds.), Oxford Handbook of the Philosophy of Economics, Oxford: Oxford University Press.
Literaturhinweise

Hier zunächst einmal einige Einführungen in die Wissenschaftstheorie, die man guten Gewissens empfehlen kann:

  • Lauth, B./Sareiter, J. (2002): Wissenschaftliche Erkenntnis; Paderborn: mentis
  • Gillies, D. (1993): Philosophy of Science in the Twentieth Century: Four Central Themes; Oxford: Blackwell
  • Losee, J. (2001): A Historical Introduction to the Philosophy of Science; Oxford: Oxford University Press.
  • Carrier, M. (2006): Wissenschaftstheorie zur Einführung; Hamburg: Junius.
  • Schurz, G. (2006): Einführung in die Wissenschaftstheorie; Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
  • Stöckler, M./Bartels, A. (2007): Wissenschaftstheorie; Paderborn: mentis.

Die folgenden Literaturhinweise sind eine gute Ergänzung für den Besuch der Vorlesung. Alle Bücher werden im Semesterapparat in der Bibliothek aufgestellt. Die genannten Aufsätze finden sich hier im Materialienbereich (hier mit 'MB' gekennzeichnet).

Allgemeines

(kein besonderer Vorschlag)

Geschichte von Antike bis Kant

Lauth, B./Sareiter, J. (2002): Wissenschaftliche Erkenntnis; Paderborn: mentis -- Kapitel 1: Die Anfänge: Das Konzept der axiomatischen Wissenschaft in Aristoteles' zweiter Analytik. (= Kürtext 01)

Moderne WTh

Vollmer, G. (1982): "Was können wir wissen?" MB [Überblick] (= Kürtext 02)

Czaniera, U. (Hg.) (1997): Karl Menger: Moral, Wille und Weltgestaltung. Grundlegung zur Logik der Sitten; Frankfurt/M: Suhrkamp (daraus ein Auszug aus der Einleitung). MB [zum Logischen Empirismus] (= Kürtext 03)

Czaniera, U. (2010): "Basissätze"; in: Sandkühler, H.-J. (Hg.): Enzyklopädie Philosophie; Hamburg: Meiner. MB [zum Basisproblem] (= Kürtext 04)

Lauth, B./Sareiter, J. (2002): Wissenschaftliche Erkenntnis; Paderborn: mentis -- Kapitel 6: Versuch und Irrtum: Karl Popper und die "Logik der Forschung" [zum Falsifikationismus] (= Kürtext 05)

Quine, W.V.O. (1951): "Two Dogmas of Empiricism"; in: The Philosophical Review Vol 60, No 1. (= Kürtext 06)

Schurz, G. (Hg.) (1990): Erklären und Verstehen in der Wissenschaft; München: Oldenbourg -- van Fraassen, B.: "Die Pragmatik des Erklärens" Teil I. MB [zum Begriff der Erklärung] (= Kürtext 07)

Nida-Rümelin, J. (Hg.) (2000): Rationalität, Realismus, Revision: Vorträge des 3. internationalen Kongresses der Gesellschaft für Analytische Philosophie; Berlin: de Gruyter -- Gähde, U.: "Gedankenexperimente in Erkenntnistheorie und Physik: strukturelle Parallelen". MB [über Gedankenenxperimente] (= Kürtext 08)

Morgan, M./Morrison, M. (1999): Models as Mediators; Cambridge: CUP -- Morgan, M.: "Learning from Models". MB [über Modelle] (= Kürtext 09)

Wissenschaftstheorie und Ethik Czaniera, U. (2001): Gibt es moralisches Wissen?; Paderborn: mentis -- Kapitel 2 und 3.3-3.6. (= Kürtext 10)

Philosophy of Economics

Hausman, D. M. (1992): Essays on Philosophy and Economic Methodology; Cambridge: CUP -- Kapitel 1: "Economic Methodology in a Nutshell". MB (= Kürtext 11)

Zusammenschau, Leistungen und Nichtleistungen der Wissenschaftstheorie

Vollmer, G. (1993): Wissenschaftstheorie im Einsatz; Stuttgart: Hirzel -- "Wozu Pseudowissenschaften gut sind". (= Kürtext 12)

This an introductory P&E-oriented lecture course in political philosophy. We will focus on those areas of political philosophy that overlap with economics and is relevant to the general educational aim of training future decision-makers for dealing with practical problems of the distribution of rights, goods, and wellbeing in modern free and demo-cratic societies. The course will begin with an overview of the methodology of modern political philosophy and then examine the major ideals and models of free societies: the concept of freedom itself, utilitarianism, liberal egalitarianism, libertarianism, rational-choice social contractarianism, and communitarian critiques of the liberal individualism that underlies these major theories and is the starting point of this course. The course concludes with two lectures on "political philosophy in practice”, in which we will exam-ine the application of the theories we have studied to two current pressing problems: immigration and climate change.

The tenor of the course will thematic and systematic rather than historical or exegetical. That is, we will be concerned with the political concepts and theories themselves rather than with the thinkers and the historical context which led to the emergence of the concepts and theories. You will learn the first steps of "how to do analytical political philosophy”.

http://peintra.creatives-at-work.de/studylists/175

In der 1797 erschienen Schrift „Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre", entwickelt Immanuel Kant den Rechtsphilosophischen Teil seines Metaphysischen Konzepts, das er im Anschluss an seine kritischen Werke ausarbeitete. In diesem Seminar werden wir in textnaher Lektüre und Diskussion Kants Rechtslehre und ihre wichtigsten Ansätze gemeinsam rekonstruieren und analysieren. Den Haupthemen der Rechtslehre begleitend werden ausgewählte Kommentare und Texte der Forschungsliteratur empfohlen und diskutiert.

Einleitung in die MdS.pdfEinleitung in die MdS.pdf

http://peintra.creatives-at-work.de/studylists/176

In this course, we will analyse the idea of a right to private property from a philosophical perspective, and seek to understand the relationship of this idea to the territorial rights of states, rights to natural resources, political justification and global justice. We will be focusing mainly on contemporary texts (published journal articles) to provide an overview of current philosophical debates in the field. 

A syllabus will be made available to students in the first day of class.


Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehört das Schreiben und Präsentieren von Texten. Wie aber macht man das richtig? Wer sich schon einmal mit wissenschaftlichen Publikationen auseinandergesetzt oder entsprechende Vorträge besucht hat, weiß, dass sowohl Schreiben als auch Präsentieren besser oder schlechter ausfallen können. SuP soll dazu führen, dass es besser ausfällt. Dazu gibt es zwei Schwerpunkte:

  1. Schreiben: Hier geht es darum, das Verfassen von Texten einzuüben. Dabei werden verschiedene Entwicklungsschritte, Spielarten und Module von Texten thematisiert - Literatursichtung, Gliederung, Abstract, Einleitung, Essay, wissenschaftlicher Aufsatz, Zitieren, Literaturverzeichnis etc. 
  2. Präsentieren: Für die mündliche Präsentation einer wissenschaftlichen Idee oder eines wissenschaftlichen Textes reicht es nicht, einfach davon zu erzählen. Damit ein Vortrag gelingt, muss die Informationsvermittlung durch Folien, Handouts etc. gestützt werden. Auch mit diesen Techniken werden wir uns im Sommersemester vertraut machen.

Der beste Weg, Schreiben und Präsentieren zu lernen, besteht darin, zu schreiben und zu präsentieren. Deshalb besteht das Seminar zu einem erheblichen Anteil aus Präsentationen und deren Evaluation. Schriftstücke werden in Einzelgesprächen evaluiert. Daneben gibt es Übungen zu Foliengestaltung, „gutem Ausdruck", Zitieren und Literatur sowie Informationen zu EDV-Tricks. SuP wird unter der Anleitung von jeweils zwei TutorInnen in etwa fünfzehnköpfigen Gruppen gelehrt.

Was die Präsentationen betrifft, so werden von den Studierenden 2 Präsentationen zu liefern sein. Die erste Präsentation (P1) hat einen Schwerpunkt im Bereich „Darstellung". Es soll die Fähigkeit zur Aufbereitung und Darstellung komplexer Information geübt werden. Deshalb dienen hier als Grundlage Argumentationen aus Philosophie, Ökonomie oder dem Verzahnungsbereich. Präsentiert werden soll eine Kernthese mitsamt dem hinter ihr stehenden Argument. Es geht um Transparenz und Verstehbarkeit. Wer vorher nichts von der Sache gehört hat, soll hinterher halbwegs Bescheid wissen. Das reine Porträt eines Gegenstands reicht hier aber nicht aus - wichtig ist die Rekonstruktion des argumentativen Aufbaus. Einen Katalog möglicher Themen für die P1 finden Sie wie alle möglichen anderen Materialien demnächst hier im E-Learning. Die korrespondierenden Texte sollten ab Anfang April zum Herunterladen bzw. als Buch im Apparat vorzufinden sein. Jedes Thema wird pro Gruppe nur einmal vergeben. Die Themenvergabe wird auf der Basis von Listen, in die man sich für ein Thema eintragen kann, durch die TutorInnen geregelt (elektronisch oder als Papier-Aushang).

Der Schwerpunkt der zweiten Präsentation (P2) soll eher diskursiver Natur sein. Hier geht es also eher darum, eine Pro- und Contra-Diskussion nachzuzeichnen, Argumente zu gewichten und abzuwägen sowie am Schluss selbst Position zu beziehen bzw. zu nennen, was als stärkstes Argument zu gelten hat. Hier wird es ebenfalls einen Katalog von Themen geben, aus dem gewählt werden kann.

Was das Schreiben betrifft, so sind von den Studierenden 2 Schriftstücke abzuliefern. Ein Schriftstück I (S1) wird sich argumentativ mit einem vielleicht verstörenden Zitat bzw. Problem auseinanderzusetzen haben. Ein Schriftstück II (S2) in Form einer Miniatur-Hausarbeit soll eine kritische Darstellung und Diskussion eines bestimmten Themas liefern. S2 betrifft geeigneterweise das Thema der P2. Hier kommt es nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Form an (korrektes Zitieren, Bibliographieren etc.)

SuP beginnt mit einer Vorbesprechung am 12. 04. 2016 um 18.00 Uhr s.t. (H 13 (NW I)) und ist ausschließlich für Studierende des P&E-Studienganges geöffnet. In der ersten Vorlesungswoche finden keine Gruppensitzungen statt (falls keine andere Abmachung mit den TutorInnen getroffen wird). Die Veranstaltung ist für alle Studierenden des zweiten Semesters gedacht.

Organisation: Es wird acht SuP-Gruppen geben. Vier davon finden als Blockkurse statt, die anderen vier tagen jeweils 2 x wöchentlich. Zwei der Gruppen finden in englischer Sprache statt. Sobald Räume und Zeiten gefunden sind, finden Sie sie hier. Ebenfalls hier finden Sie auch den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Anmeldung für die Gruppen. Pro Gruppe sind vorerst 15 Teilnehmer zugelassen. Sobald eine Gruppe voll belegt ist, gebe ich das hier bekannt. Bitte melden Sie sich für eine und wirklich nur für eine Gruppe an - solange es noch einen Platz in der jeweiligen Gruppe gibt, wird der Ihnen bestätigt werden. Melden Sie sich erst dann in einer anderen Gruppe an, wenn Sie für die Gruppe Ihrer Wahl eine Absage erhalten haben!

Gruppen & Anmeldung:

Gruppe 1 [English - Boot Camp Course] / Lars Rehfeldt & Claus Fischer

wöchentlich: Mo 18-20 und Mi 18-20 (jeweils S 93 (GW I))

Anmeldung via mail an: supbootcamp16@gmail.com

Anmeldung eröffnet: ja

Beherrschung der englischen Sprache wird vorausgesetzt, nicht eingeübt!


Gruppe 2 [English] / Jakob Ambros & Sebastian Duhe

Blockkurs: 06.-08. Mai und 03.-05. Juni (jeweils S 8 (GW II))

Anmeldung via mail an: pe.sup2016@gmail.com

Anmeldung geschlossen - Gruppe voll belegt

Beherrschung der englischen Sprache wird vorausgesetzt, nicht eingeübt!


Gruppe 3 / Julian Kunschke & Andre Rossmannek

Blockkurs: 22.-24. April und 03.-05. Juni (jeweils S 48 (RW II))

Anmeldung via mail an juliankunschke@yahoo.de

Anmeldung eröffnet: ja


Gruppe 4 / Amelie Wimpffen & Anne Schönauer

Blockkurs: 06.-08. Mai und 03.-05. Juni (jeweils S 68 (RW))

Anmeldung via https://docs.google.com/forms/d/1jnkg2wb5WDhgv7C4x9Cj0Wp3MmbGWYTVP3GvZnAo-Fs/viewform?c=0&w=1

noch zwei Plätze frei


Gruppe 5 / Clara Gulde & Felix Wittke

Blockkurs: 06.-08. Mai und 03.-05. Juni (jeweils S 5 (GW II))

Anmeldung via mail an: cgulde.1995@googlemail.com

Anmeldung eröffnet: ja


Gruppe 6 / Julius Gödde & Julius Koschnick

wöchentlich: Mo 12-14 (S 25 (GEO)) und Mi 10-12 (S 23 (GEO))

Anmeldung via mail an: jundj.2016@gmail.com
Anmeldung geschlossen - Gruppe voll belegt


Gruppe 7 / Moritz Gräfrath & Jonas Franzen

wöchentlich: Mo 16-18 (S 44 (RW)) und Mi 10-12 (S 138 (NW III))

Anmeldung via mail an: Moritz.Graefrath@philosophy-economics.de

Anmeldung eröffnet: ja


Gruppe 8 / Maximilian Hösl & Tobias Klug

wöchentlich: Mo 16-18 (S 43 (RW)) und Mi 14-16 (S 124 (GW I))

Anmeldung via https://docs.google.com/forms/d/1J1f1paKFgh_5-BBiSMaQi99l-unUsbr62QpdKnP3_rA/viewform

Anmeldung geschlossen - Gruppe voll belegt

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