IGM F1.2, S 2st, Di 16-19

In dieser Veranstaltung werden inhaltliche, methodische und formale Aspekte im Zusammenhang der Studienabschlussarbeiten besprochen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Gelegenheit, ihre Themen und Projekte vorzustellen und offene Fragen zu klären.

IG-BA 2.2
Start 14. 04. 2016

Donnerstags, 12:00 - 14:00 Uhr (c.t.)
Raum: S 120

Ausgehend von der Geschichte und aktuellen Forschungslage geht das Seminar der Frage nach, worin die Kriterien einer Theorie und Praxis der interkulturellen Literaturvermittlung zu suchen sind. In den Fokus der Betrachtung rücken hierbei zentrale Themen wie Literaturdidaktik, Interkulturalität, Fremdsprachenerwerb, Mehrsprachigkeit und Übersetzung sowie das Verhältnis von Literatur zu länder- und regionalspezifischen Kanones.

Zum anderen ist danach zu fragen, wie die einzelnen literarischen Gattungen Epik, Lyrik und Dramatik anhand konkreter Textbeispiele für die Praxis interkultureller Literaturvermittlung fruchtbar gemacht werden können.

Allgemeines:

Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf den Lektüren und Präsentationen ausgewählter Fachbeiträge rund um die Fächer der Interkulturellen Germanistik, Deutsch als Fremdsprache und der Literaturdidaktik. Das Seminar findet in deutscher Sprache statt und richtet sich an mehrsprachige Studierende. Zum erfolgreichen Abschluss gilt die regelmäßige Teilnahme als Voraussetzung sowie der Beitrag i.F. einer Präsentation und Seminararbeit.

Zur einführenden Lektüre wird folgende Literatur empfohlen:

Abraham, Ulf (1998): Was tun mit Steinen? Gibt es eigentlich ein 'Kreatives Schreiben' im Deutschunterricht? In: ide - Informationen zur Deutschdidaktik. Zeitschrift für den Deutschunterricht in (4), S. 19-36.

Ders. (2015): Literarisches Lernen in kulturwissenschaftlicher Sicht. Elf Aspekte des literarischen Lernens auf dem Prüfstand (Leseräume, 2). Online verfügbar unter http://leseräume.de/wp-content/uploads/2015/10/lr-2015-1-abraham.pdf, zuletzt aktualisiert am 21.11.2015.

Hausstein, Alexandra (2000): Interkulturalität, in: Ralf Schnell (Hg.): Metzler Lexikon Kultur der Gegenwart. Stuttgart: Metzler. S. 231-232.

Iser, Wolfgang (1994): Die Appellstruktur der Texte. In: Rainer Warning (Hg.): Rezeptionsästhetik. Theorie und Praxis. 4., unveränd. Aufl. München: Fink (UTB), S. 228-252.

Jauß, Hans Robert (1994): Literaturgeschichte als Provokation der Literaturwissenschaft, in: Rainer Warning (Hg.): Rezeptionsästhetik. Theorie und Praxis. 4., unveränd. Aufl. München: Fink (UTB), S. 126-163.

Pogner, Karl-Heinz (2010): Kreatives Schreiben und Schreibwerkstatt, in: Hans-Jürgen Krumm et al. (Hg.): Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Ein internationales Handbuch. Berlin: Walter de Gruyter (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Bd. 35, Online Ed), S. 1583-1589.

Spinner, Kaspar (2006): Literarisches Lernen. In: Praxis Deutsch 33 (200), S. 6-16.

IGM D2, S 2st, Mi 14-16

In dieser Veranstaltung werden die Grundlagen kultureller Gegebenheiten und Unterschiede für das Lesen und Verstehen literarischer Texte besprochen. Dabei finden aktuelle Ansätze der interkulturel­len Literaturwissenschaft und Konzepte des Fremdverstehens ebenso Berücksichtigung wie Ansätze im Zusammenhang von Mehrsprachigkeit und Literatur.

Im Zentrum wird die Frage stehen, was sich aufgrund der Auseinandersetzung mit interkultureller Literatur für die Entwicklung eines sprach- und kulturreflexiven Selbst- und Fremdverstehens lernen lässt.

Das Seminarprogramm und die im Kurs behandelten Texte werden rechtzeitig zum Semesterbeginn bereitgestellt.

Einführende Forschungsliteratur zur interkulturellen Literaturwissenschaft (in Auswahl):

Hofmann, Michael (2006): Interkulturelle Literaturwissenschaft. Eine Einführung. München: Fink (UTB).

Mecklenburg, Norbert (2008): Das Mädchen aus der Fremde. Germanistik als interkulturelle Literatur­wissenschaft. München: iudicium.

Leskovec, Andrea (2011): Einführung in die interkulturelle Literaturwissenschaft. Darmstadt: WBG.

Schmitz-Emans, Monika (Hg.) (2004): Literatur und Vielsprachigkeit. Heidelberg: Syncron.                       

Das Praxisseminar verfolgt das Ziel, anhand der selbstständigen Erarbeitung methodischer und didaktischer Fachbereiche, die in der Vermittlung des Deutschen als Fremdsprache eine entscheidende Rolle spielen, unterschiedliche Unterrichtsformen in der Praxis zu erproben.

Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern im ersten Teil die Gelegenheit, die Grundprinzipien des Unterrichtens kennenzulernen. Ein besonderer Fokus der Theorieeinheiten soll auf die Fertigkeiten Hören und Sprechen, sowie auf den Umgang mit Bildern und Musik, die in ihrer Kombination das mehrkanalige Lernen fördern, gelegt werden. Diese theoretischen Ansätze sollen von den Teilnehmern selbstständig erarbeitet und anhand praktischer Beispiele präsentiert werden.

In dem darauffolgenden zweiten Block wird das Gelernte in authentischen Unterrichtssituationen verinnerlicht, wobei die Teilnehmer die eigene Lehrpersönlichkeit entdecken und entwickeln.

Ablauf der Praxiseinheiten: Die Teilnehmer führen jeweils ihre im Voraus intensiv konzipierten DaF-Unterrichtseinheiten mit internationalen Studierenden durch. Im Anschluss werden die Unterrichtseinheiten gemeinsam analysiert. Die angehenden Lehrkräfte erhalten konstruktives Feedback.

IG-BA 4.1.1, S 2st, Mi 16-18

Was ist interkulturelle Literatur und mit welchen theoretischen Ansätzen wird sie in der Literaturwissenschaft beschrieben? Welches sind wissenschaftlich relevante Fragestellungen und worin bestehen Anwendungsfelder interkultureller Literaturwissenschaft? – In diesem Seminar geht es am Beispiel ausgewählter literarischer Texte von Preisträgerinnen und Preisträgern des Adelbert von Chamisso-Preises um diese zentralen Aspekte: Ausgehend von der Frage, was es heißt, Sprach- und Kulturwechsel in Literatur ästhetisch zu gestalten, werden Grundlagen einer Literaturdidaktik des Dialogs entwickelt, die darauf ausgerichtet ist, interkulturelle Literatur, wie die der Chamisso-Preisträger, der universitären Lehre und schulischen Curricula zugänglich zu machen.

Zugrunde gelegt werden neben literarischen Primärtexten auch Einblicke in literarische Lesungen und Werkstätten von Chamisso-Autoren und -Autorinnen. Das Seminarprogramm und die im Kurs behandelten Texte werden rechtzeitig zum Semesterbeginn bereitgestellt.

Literarische Textgrundlagen:

Becker, Artur (2013): Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. Frankfurt am Main: Weiss­books.

Oliver, José (2013): Lyrisches Schreiben im Unterricht. Vom Wort in die Verdichtung. Stuttgart: Klett-Kallmeyer.

Stavaric, Michael (2011): Brenntage. München: Beck.

Zaimoglu, Feridun (62004): Kanak Sprak. 24 Mißtöne vom Rande der Gesellschaft. Hamburg: Rotbuch.

IGM B2.1, 2st, Di 14-16,

Semiotische Grundlagen integrieren Fragestellungen unterschiedlicher Forschungstraditionen. Im Zentrum in Vorlesung steht, dass Zeichenhandeln sich nur aufgrund von Gemeinschaftlichkeit entfal­ten kann und ihrerseits wiederum Sozialität und kulturelle Merkmale verstärkt, indem sie Gruppenzu­gehörigkeiten unterstreicht und differenziertes gesellschaftliches Handeln erlaubt.

Es wird ein Überblick gegeben über Ansätze der Zeichen- und Kommunikationstheorie zur Beschrei­bung interkulturellen sozialen Handelns, das wie alle Gemeinschaftshandlungen auf Prozessen der Verständigung gründet. Grundbegriffe, Fragestellungen und Methoden der Semiotik werden auf die gesprochene und die geschriebene Sprache bezogen und unter Aspekten interkultureller Kommunika­tion beleuchtet. Ausgewählte mündliche und schriftliche kommunikative Gattungen wie Alltagsge­spräche und wissenschaftliche Textsorten werden mit ihren jeweils spezifischen Zeichen- und Ge­brauchsformen unter Berücksichtigung interkultureller Perspektiven erläutert.

Einen Überblick mit Hinweisen zu einführender, empfehlenswerter Literatur erhalten Sie in der ersten Vorlesung.